Verlauf

Weil der Zellschwund stetig fortschreitet, nehmen auch die Symptome kontinuierlich zu. Beim Gehen werden die Schritte immer kleiner. Feine Arbeiten (Zähne putzen, Knöpfe schliessen, Schreiben, Basteln) fallen zunehmend schwerer, die Sprache wird häufig leiser und undeutlicher, die Mimik nimmt ab und das sogenannte Maskengesicht entsteht, der Körper krümmt sich nach vorne. 

In den ersten zwei bis fünf Jahren der Erkrankung, der sogenannten «Honeymoon-Phase», ist die medikamentöse Behandlung unkompliziert und zuverlässig wirksam, sodass die meisten Patienten ein annähernd normales Leben führen können. In dieser Krankheitsphase ist die Medikamentenwirkung im Laufe des Tages ausgeglichen. Es treten nur geringe oder gar keine Schwankungen auf. Leider lässt aber mit fortschreitender Erkrankung die Wirkungsdauer der Medikamente nach. Die Symptomkontrolle wird unausgeglichener und schwankt im Tagesverlauf. Folge von Wirkschwankungen sind auch unwillkürliche Überbewegungen (Dyskinesien), die sich mit Phasen ausgeprägter Unbeweglichkeit abwechseln.

In diesem Krankheitsstadium nehmen nicht selten auch die nicht-motorischen Symptome (Depressionen, kognitive Störungen, Verdauungsstörungen, Blutdruckschwankungen etc.) merklich zu. Wegen der Wirkschwankungen müssen die Intervalle der Medikamenten-Einnahme verkürzt werden. Oder es werden Medikamente kombiniert, die eine verlängernde Wirkung haben. Um eine möglichst optimale Einstellung zu erreichen, müssen die behandelnden Neurologen dem Betroffenen genügend Zeit geben, die Symptome und ihr zeitliches Auftreten zu schildern.

Eine aktive Zusammenarbeit von Arzt und Patient ist unerlässlich.

Wichtig ist die Neurorehabilitation, wobei Logopädie, Ergo- und Physiotherapie zum Einsatz kommen. Die gezielten Übungs- und Therapiepläne helfen den Betroffenen, ihren Alltag besser zu meistern.

Wenn mit Medikamenten in Tablettenform keine befriedigende Symptomkontrolle mehr möglich ist, kommen zunehmend Pumpentherapien oder operative Methoden (Tiefe Hirnstimulation) zum Einsatz.

 

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung der Erkrankten ist etwa gleich hoch wie bei gesunden Menschen.

 

 

Quelle: Parkinson.ch